Adventsbasar stärkt Zusammenhalt
(dfi) Es ist Freitag vor dem ersten Advent. In drei Stunden werden Hunderte von Gästen die festlich geschmückten Gänge bevölkern. Emsig zimmern Eltern und größere Schüler an den unzähligen Marktbuden, tackern die eigens genähten Baldachine fest. Ein wagenradgroßer Adventskranz wird aufgehängt. Schüler und Schülerinnen drapieren Gesägtes, Genähtes, Gebackenes und Gemaltes auf ihren Tischen. „Wir lassen uns jedes Jahr etwas Neues einfallen – mit der Klasse zusammen", sagt eine Siebtklässlerin stolz.
Der alljährliche Adventsbasar ist das große gemeinsame Projekt von Eltern, Schülern und Lehrern. Die Initiative ging und geht dabei von den Eltern aus. Wurde im ersten Jahr mit Kindern aus zwei Klassen noch „am Küchentisch" gebastelt, so setzen jetzt die Klassen mit Klassenlehrer und Eltern gemeinsam ihre Ideen um. Mit dem Gewinn bezuschussen sie Fahrten oder unterstützen Organisationen wie den Kinderschutzbund oder den Tierschutzverein.
Die Eltern beschaffen das Material, dekorieren die Schule, gestalten mehrere 100 Gestecke und Kränze, backen Kuchen, verschicken Einladungen. „Jeder bringt sich ein", resümieren Heike Weinand und Uta Schauf-Goppold, zwei der Hauptorganisatorinnen des professionell geplanten Basars. Aus den 12.000 Euro Erlös der vergangenen fünf Jahre konnte der Schulverein z.B. Extras für die naturwissenschaftliche Sammlung bestreiten. Nach aller Betriebsamkeit klingt der Markt traditionell mit einem besinnlichen Adventssingen aus.
Ein solches großes Ereignis kann nur erfolgreich sein, wenn alle – Schüler, Eltern und Lehrer – miteinander arbeiten. Das fördert die Eigenverantwortung der einzelnen und stärkt den Zusammenhalt aller. So können Eltern, die seit Jahren ihre Zeit, Kraft und Phantasie einbringen, aus tiefem Herzen sagen: „… und wir finden, es macht immer noch Spaß."
