Müllsuchen als Highlight. Cool. Oder?!

Im Oktober 2026 fand die Erasmus Woche der 11. Klasse der Niels-Stensen-Schule statt. Zielort war die Stadt Jesi.

Sie liegt an der italienischen Küste des Adriatischen Meeres. Das Thema der beiden Wochen waren die „Sustainable Developement Goals“, insbesondere das SDG 12, „nachhaltiger Konsum und Produktion“. Das Highlight der Woche war eine Sammelaktion am Strand in der naheliegenden Stadt Ancona. Hier sammelten wir Müll und lernten dabei die italienische Mülltrennung besser kennen, indem wir das Gesammelte in Kategorien wie Plastik, Papier, Sondermüll, Glas, und gemischter Müll sortierten. Wir sahen dort aus erster Hand die Probleme, die Umwelt- und Plastikverschmutzung mit sich bringen. Uns wurde erklärt, welche Auswirkungen Mikroplastik nicht nur auf Tiere und Lebensräume hat, sondern auch direkt auf uns Menschen. Die Sammelaktion wurde von der italienischen Organisation 2HANDS veranstaltet, und wir sahen, wie viel Abfall innerhalb von wenigen Stunden zusammenkommen kann. Wir sammelten an dem Morgen ca. 53kg, was veranschaulicht wie wichtig richtige Mülltrennung und Entsorgung für alle ist. Abgesehen vom Müllsammeln, haben beide Schülergruppen zusammengearbeitet, um mehr über Nachhaltigkeit zu lernen. Dazu zählte die eigene Herstellung von biologisch abbaubarem Kunststoff, wobei wir gelernt haben, wie nachhaltige Alternativen für Plastik die Umwelt positiv beeinflussen. Während des Unterrichts haben wir uns damit beschäftigt, wie verschiedene Lebensweisen verschiedene Auswirkungen auf die Umwelt haben. Wir haben unsere CO2-Fußabdrücke analysiert und uns darüber unterhalten, wie wir diesen minimieren können.

Außerhalb des Unterrichts und den praktischen Erfahrungen haben wir in und um Jesi viel gesehen und erlebt. Ein besonders beeindruckender Moment war der Nachmittag nach der Müllsammlung, an dem wir alle zusammen eine Tropfsteinhöhle besucht haben. Ein solches Naturwunder hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, unsere Erde zu schützen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass diese Woche sehr wertvolle Erfahrungen mit sich gebracht hat, und uns dazu brachte, unser Verhalten in Bezug auf Nachhaltigkeit kritisch zu betrachten und dieses zu bessern. Wir lernten, was man auch als Einzelperson tun kann, um die Welt etwas sauberer zu halten um eine bessere Zukunft für weitere Generationen aufzubauen.